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Fernsehen. Philosophie und Geschichte eines Mediums (mit Ute Seiderer) Hauptseminar, SoSe 2008 Kulturwissenschaftliches Seminar der HU Berlin Do 16–18 Uhr SO 22a, 0.13 Im Lauf der sechziger Jahre etablierte sich das Fernsehen als ein Leitmedium, das den Alltag vor allem im Bereich der Information und Unterhaltung innerhalb kürzester Zeit neu strukturierte. Zwar galt es schnell als ein Medium der ’niederen’ Kultur und wird auch heute noch vorzugsweise von Akademikern gemieden, doch bot es auch einen unangestrengten und kostengünstigen Zugang zu politischen Debatten (Internationaler Frühschoppen), zu Spielfilmen, Sportübertragungen und Unterhaltungsprogrammen. Ziel des Seminars ist es, die Veränderungen, die das Fernsehen bewirkte, sowohl auf theoretischer Grundlage als auch anhand verschiedener Formate (Nachrichtensendung, Serie, Fernsehspiel, Livesendung, Krimi, Show etc.) zu beschreiben und seinen Beitrag zur Entstehung postindustrieller Medien- und Informationsgesellschaften zu untersuchen. Dabei sollen vor allem auch West- und Ostprogramme miteinander verglichen werden (Tatort/Polizeiruf; Tagesschau/Aktuelle Kamera etc.). |